HAMNET-Zugang bei DB0ZE

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Der aktuelle HAMNET-Zugang von DB0ZE für das Stadtgebiet Hamburg wird auf 5825 MHz mit einer Bandbreite von 10 MHz an einer Sektorantenne betrieben.

Die theoretisch berechnete Ausleuchtung für den 5-GHz-Zugang ergibt sich aus der Topologie und den Antenneneigenschaften, sowie der Sendeleistung.

2 zone

Im gelben Bereich des Bildes sollte eine nahezu freie Sicht ohne größere Hindernisse bei der Empfangsantenne angestrebt werden. Im grünen Bereich muss ebenso eine gute Antennenposition mit hohem Antennengewinn vorhanden sein. Bei guten Voraussetzungen ist auch hier ein Empfang mit mehreren MBit/s-Datenrate erzielt werden. Im roten Bereich dürfen keine massiven Hindernisse in der Übertragungsstrecke liegen, aber ggf. kann auch der Empfang über Reflektionen funktionieren. Wir nutzen bei unseren HAMNET-Zugängen Ubiquiti-Produkte mit der AirMax-Technologie. Daher sollte bei der Einrichtung einer Station dies unbedingt beachtet werden, sonst könnte es zu Inkompatibilitäten kommen.

Ein neues Gerät (z. B. das preiswerte AirGrid mit 23 dBi) befindet sich im Auslieferungs-Zustand auf der IP-Adresse 192.168.1.20 und man muss daher entweder Router oder PC in dieses Netz bringen (z. B. 192.168.1.1), um die Konfiguration über den  PC vornehmen zu können

Nachdem man sich mit Name „ubnt“ und Passwort „ubnt“ eingeloggt hat (gelben Passwort-Warnhinweis vorerst ignorieren), werden die HF-Parameter (wireless) eingestellt:

Mode=station
WDS=aktiv
SSID=HAMNET
Bandbreite=10MHz
Frequenz/Scanlist=aktiv und für DB0ZE nur 5825MHz auswählen
Power= auf Maximum
Security=none (=unverschlüsselt)

Nun übernimmt man die Daten und speichert (zwei Maus-Clicks) und wartet den Neustart ab.

Für eine einfache Station stellt man nun die Netzwerkparameter richtig ein:

Netzwerk-Mode=Router
WAN=DHCP (bei HF-Verbindung wird die 44er-HAMNET-IP automatisch zugeteilt)
LAN=192.168.1.1 (wenn das Gerät als eigener Netzwerkrouter laufen soll)
Netzmaske=255.255.255.0
DHCP-Server=aktiv (wenn das Gerät als eigener Netzwerkrouter laufen soll)

Nun übernimmt man die Daten und speichert wieder (zwei Maus-Clicks) und wartet den Neustart ab.

Achtung: In Folge muss der PC auch auf DHCP eingestellt werden, damit er sich vom Ubiquiti seine Adresse holen kann. Für den weiteren Zugang erreicht man das Gerät jetzt über die neu-eingestellte Adresse (z. B. 192.168.1.1).

Wer die Station mit einem Heimrouter verbinden möchte, muss eine IP aus dem Heimnetz vergeben und entsprechende Routen für das 44er-HAMNET in den Heimrouter eintragen.

Die Konfiguration schließt man ab, indem man der Station (unter System) den Device-Namen des eigenen Rufzeichens vergibt, Updates deaktiviert(!) und ein Passwort vergibt.

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Bei der Antenneneinrichtung braucht man Ruhe und Geduld, damit man nicht versehentlich eine falsche Einstellung wählt oder eine fehlerhafte Neigung oder Richtung wählt. Hilfreich sind die Scanfunktion und der eingebaute akustische Antennenpieper bei der Ausrichtung.

Für das Stadtgebiet (gelbe Zone) würde ich z. B. das preiswerte AirGrid von Ubiqiti empfehlen, sowie ggf. einen Alu-Schiebemast für die ersten Tests. Sofern allerdings mehrstöckige Häuser in der Nähe in der Linkrichtung liegen, ist der Empfang meist unmöglich. Ich empfange z. B. in Hamburg-Langenhorn sowohl den Zugang von DB0ZE (15 km), als auch DB0FS (7 km) mit brauchbaren Werten.

4 dl1jm hamnet

(Bild oben: HAMNET-Antennen bei DL1JM, 2.3-GHz-Rundstrahler und 5-GHz-AirGrid ca. vier Meter über dem Hausdach)

Sollte man übrigens die Station mal fehlerhaft konfiguriert haben und das Gerät ist nicht mehr über Netzwerk erreichbar, gibt es die Möglichkeit eines Reset, sowohl am Gerät, als auch am originalen PoE-Netzteil (während Power-On lange drücken, ggf. mehrfach und dann länger warten, bis die Werkseinstellung wieder vorhanden ist). Die Reset-Funktion am Netzteil ist besonders hilfreich, wenn das Gerät bereits am Antennenmast montiert ist und nicht mehr unmittelbar zugänglich ist.